LASER-EXCITED ACOUSTICS (LEA)
Automatisierte Ultraschallprüfung ohne Kontaktmedium (Wasser, Gel)
Die kompakte, laserbasierte Ultraschalltechnologie von XARION ermöglicht eine vollständig kontaktfreie Prüfung ohne flüssige Koppelmedien. Sie wird heute schon zur automatisierten Qualitätsprüfung in Produktionswerken eingesetzt und eröffnet zugleich neue Einsatzmöglichkeiten für mobile, cobot-gestützte MRO-Anwendungen
Besonders geeignet ist die Technologie für feuchtigkeitsempfindliche Bauteile und komplexe Geometrien mit schwieriger Zugänglichkeit für nasse Prüfung. Der kontaktfreie Ultraschallsensor ist als 1-Kanal sowie als 8- und 16-Kanal Arrayempfänger erhältlich. Somit eignet sich die Laser-angeregte Prüfung LEA für Prüfaufgaben mit geringen Prüfzeiten und hohem Durchsatz, in der Luft- und Raumfahrt von großer Bedeutung.
Zu den typischen Aerospace-Anwendungen zählen die Prüfung von Honeycomb-Sandwich-Strukturen mit beschränkter Zugänglichkeit, Akustikpaneelen in Triebwerksverkleidungen (engl. nacelles), wasserempfindlichen Bauteilen aus Ceramic Matrix Composites (CMC), Raumfahrt-Komponenten sowie Strukturen mit engen Radien wie Stringern oder Lufteinlaufkanälen (engl. inlet ducts).
FILL integriert XARIONs Prüftechnologie in Roboterzellen und Inline-Anlagen auf höchstem Niveau und hat bereits Referenzprojekte in der Aerospace-Produktion realisiert. Durch die Kompatibilität mit FILLs Flexchange ist die Prüftechnologie einfach in FILL-Systeme integrierbar.
Video einer Helikopter-Heckausleger Prüfung mit XARIONs Laser-Excited Acoustics.
Das Konzept
Beim LEA-Verfahren (Laser-Excited Acoustics) wird Ultraschall mithilfe eines Lasers direkt im Bauteil erzeugt. Die Anregung erfolgt thermoelastisch und berührungslos an der Oberfläche. Das Ultraschallsignal wird anschließend mit einem Optischen Mikrofon kontaktfrei in Luft detektiert. Eine Bandbreite von 4 MHz ist innerhalb einer einzigen Messung erreichbar. Flüssige Koppelmedien wie Wasser oder Gel sind nicht erforderlich.
Das Setup ermöglicht sowohl beidseitige Prüfungen im Transmissionsmodus als auch einseitige Prüfungen im Pulse-Echo-Verfahren. Die Prüfköpfe sind kompakt, glasfasergekoppelt und einfach an Roboterarme integrierbar.
Das System wird augensicher mit Laserklasse 1 aufgebaut und benötigt keine Lasereinhausung. Dadurch lässt sich die Technologie auch einfach in bestehende Prüfanlagen integrieren oder nachrüsten.
Die Messdaten werden in der Software LEAstudio verarbeitet, auf Basis von A-, B- und C-Bildern ausgewertet und nahtlos in die weitere Prozesskette überführt.
Eigenschaften
- Vollständig berührungslos: Ultraschallprüfung ohne Gel, Wasser oder direkten Kontakt zum Prüfling
- Zuverlässige Detektion von Delaminationen, Disbonds, Porosität und Rissen
- Einfache Integration in automatisierte Roboter-Prüfzellen und Inline-Anlagen
- Kompakte Sensorgröße, 1 bis 16-Kanal
- Vielseitig einsetzbar: bewährt in Luftfahrt, Automobilindustrie und Mikroelektronik
Spezifikationen
Prüfkonfigurationen
Transmission, Pulse-Echo, Guided Wave
Detektion
Eta600 Ultra Optisches Mikrofon, 4 MHz Bandbreite, verfügbar als 1-, 8- oder 16-Kanal-Array
Anregungslaser
augensicher, Laserklasse 1
Datenerfassung
16-Bit-Auflösung, 80 MS/s
Technische Änderungen vorbehalten.