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Atomkraft? Nein danke

Wie Fukushima das Leben von Norman veränderte

Und warum Produktmanagement so wichtig für die Weiterentwicklung eines innovationsgetriebenen Maschinenbauers ist.

Norman Präkelt stammt ursprünglich aus Hettstedt in Sachsen-Anhalt und hat dort auch sein Abitur gemacht. Anschließend absolvierte er die „Technik Akademie“ von Siemens mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik in Erlangen. Nach seiner Ausbildung arbeitete Norman auf den Siemens Kernkraftwerks-Baustellen und wechselte dann firmenintern in die E-Konstruktion. Dort war er als Projektleiter für E-Konstruktion und Schaltschrankbau verantwortlich und entwickelte parallel dazu Steuerungskonzepte.

Als er gerade für eine Baustelle im Kernkraftwerk Mochovce tätig ist, passiert es! Ausgelöst durch ein schweres Seebeben der Stärke 9 auf der Richterskala, wird die Nordostküste Japans von einem gewaltigen Tsunami überrollt. Die bis zu 15 Meter hohen Wellen beschädigen das Kühlsystem von drei Reaktorblöcken des Kernkraftwerks in Fukushima und es kommt zur Kernschmelze, dem schlimmsten anzunehmenden Atomunfall, dem sogenannten „Supergau“. Eine riesige Menge an Radioaktivität wird dabei in die Umwelt freigesetzt.

„Als ich die Bilder von Fukushima sah, fasste ich den Entschluss, nicht mehr für den Kernkraftwerksbau zu arbeiten. Ich konnte das mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren. Da ich zu dieser Zeit bereits meine jetzige Frau Claudia kannte, haben wir beschlossen, in ihrer Heimat Oberösterreich unsere gemeinsame Zukunft aufzubauen.“

//Norman Präkelt, Produktmanagement Fill Gesellschaft m.b.H.

Das war 2011. Kurz danach startet Norman seine Karriere bei Fill als E-Projektleiter. Seit 2016 ist er im Vertrieb und in der Projektierung tätig, seit 2020 als Produktmanager im Bereich Gießereitechnik. Seine Hauptaufgaben sind die Standardisierung der Maschinen und Angebote, die Projektverantwortung bei Neuentwicklungen, die Medienarbeit und die technische Messeplanung. Zusätzlich unterstützt er die Forschung & Entwicklung bei allen Themen. Und das alles Atom-frei.

„Was mich an meiner Tätigkeit als Produktmanager begeistert, ist die Möglichkeit, neue Produkte mitzuentwickeln. Außerdem kann ich mein Know-how im Projektmanagement, das ich mir zum Teil bei Siemens im Kraftwerksbau angeeignet habe, einsetzen. Interessant ist vor allem die Zusammenarbeit aller Abteilungen wie F&E, Mechanik, Simulation, Elektrik und Software. Nur wenn das Projektteam ein gemeinsames Ziel vor Augen hat, sind wir erfolgreich. Die Koordination der Abteilungen bei Entwicklungsprojekten liegt in meiner Verantwortung als Produktmanager. Diese Herausforderung macht mir Spaß.

//Norman Präkelt, Produktmanagement Fill Gesellschaft m.b.H.

Als Mensch, der bereit ist, für seine persönliche Überzeugung eine so weitreichende Entscheidung zu treffen, hat Norman bei Fill die richtige Heimat gefunden.

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