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INTERGALAKTISCHE MAGNETOSCHAUMKARTE

Zur diesjährigen K in Düsseldorf, der internationalen Fachmesse für die Kunststoff- und Kautschukindustrie, gibt es mich erstmals aus Partikelschaum: Das ist ein federleichtes Material, mit dem man gegen schweißtreibende Wärme oder frostige Kälte dämmen kann (wie in einer großen Box für knusprige Pizzen oder an isolierenden Wänden neuer Häuser). Auch zur Vermeidung von Transportschäden sind wertvolle Dinge in diesem porösen Werkstoff verpackt – sei es ein Fernseher oder dein menschliches ´Brain´, das beim Radfahren, Reiten oder auf rasanten Skiabfahrten durch Helme mit Schaumkernen geschützt sein sollte.

Partikelschaumfertigung ist normalerweise eine ziemlich nasse Angelegenheit: Vorstellen kannst du dir dies ungefähr wie die Herstellung von leckerem Popcorn aus Mais. Nur dass hier nicht heiße Luft, süßer Zucker und etwas Öl zum Einsatz kommen, sondern ganz viel Wasserdampf aus riesigen, meist mit Gas beheizten Kesseln. Der Dampf lässt klitzekleine Kunststoffkörner weich werden, damit sich das darin enthaltene Treibmittel ausdehnen und sie wie fluffige Hefeklöße aufschäumen kann. So entstehen aus festem Plastik leichte Flocken, sogenannte Schaumperlen. In einem zweiten Schritt werden diese dann in eine geschlossene Form gefüllt und wieder mit Dampf beaufschlagt, damit sie noch weiter auftreiben, sich dadurch eng zusammendrücken und schließlich miteinander verschweißen. Nach dem Abkühlen kann man ein festes Partikelschaumteil aus dem Werkzeug entnehmen.

Solche ´pitsche-patschigen´ Prozesse mag ich natürlich gar nicht, weil sie viel kostbare Energie verbrauchen und alle hergestellten Gegenstände hinterher erst getrocknet werden müssen. Deshalb haben sich zwei Forscher von der FOX Velution eine coole Basis in Bayern aufgebaut, wo sie Partikelschäume einfach ´furztrocken´ verarbeiten: Ganz ohne Dampf machen die auf einer geheimnisvollen Maschine ständig unheimlich viele Schaumperlen und backen diese dann in cleveren Heiz-/Kühlformen zu komplizierten Teilen aus. Selbst dünne Folien, kuschelige Stoffe, steife Glasfasern oder empfindliche Elektronik wurden auf diese Weise schon eingebettet. Das passiert alles so schnell und leise, dass ich mit meinen Senso(h)ren von Gurten aus schier nichts höre. Mein adleraugenscharfer Laserblick kann außerdem gar keine Nacharbeit geschweige denn Produktionsabfälle erkennen.

Jetzt haben die beiden mit ihren neuen Verfahren also eine dreidimensionale Postkarte mit mir als Entdecker ferner Galaxien gemacht: Ich erinnere mich gut an meine Expedition zu einem ziemlich schaumigen Planeten, der trotz zweier entfernter Sonnen rabenschwarz war wie das umgebende Weltall. Auf seiner staubigen, von unzähligen Meteoriteneinschlägen genarbten Oberfläche musste ich meine Magnetobeine ganz schön anstrengen, um sicheren Halt zu haben und die Umgebung beobachten zu können. Mit etwas Glück findet ihr in Düsseldorf oder Gurten sogar eine besondere Partikelschaumkarte mit grün leuchtenden Laseraugen und dem pulsierenden Ionenstrahl meiner Rakete – alles komplett ohne Batterien oder Stecker.

Geschafft hat das die FOX Velution natürlich nicht alleine – da kamen in den letzten Monaten wirklich viele kreative ´Brains´ zusammen, die jede Menge guter Ideen mitbrachten, so dass etwas Innovatives entstehen konnte. Für diejenigen von euch, die schon etwas älter, aber immer noch furchtbar neugierig sind, ist die intergalaktische Magnetoschaumkarte hier weiter erklärt.

Dein FILLI FUTURE